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Beim Rückbau eines Umspannwerks fallen tonnenschwere Stahlportale, oft in der Nähe von Leitungen und Anlagenteilen. Dieser Einblick zeigt am Rückbau unseres Kollegen Tony, was auf einer solchen Abbruchbaustelle vorher geklärt sein muss und was die HSE-Rolle vor Ort tut. Er richtet sich an Bauherren und Projektleitungen im Netzausbau. SAFETEE begleitet solche Projekte mit HSE-Management auf der Baustelle.


„Das ist eine Menge Stahl.“ Das war der erste Gedanke unseres Kollegen Tony Fischer-Matthes beim Rückbau eines Umspannwerks. Reihen von Portalen und Stützen, dazwischen Fundamente, Kabel und alte Anlagentechnik. Mit dem richtigen Werkzeug wirken die Stützen danach fast wie Streichhölzer. Damit es so weit kommt, muss vorher eine Menge geklärt sein.

Beim Rückbau werden Portale, Stützen, Geräte und Fundamente einer Schaltanlage demontiert oder abgebrochen, das Material wird getrennt und abgefahren. Die DGUV beschreibt Abbruch und Rückbau als Arbeit mit kurzen Einsatzzeiten auf wechselnden Baustellen, entscheidend sind Arbeitsvorbereitung und das passende Abbruchverfahren. Für Abbruch mit Großgeräten ist eine schriftliche Abbruchanweisung Pflicht. (DGUV Regel 101-603, DGUV Vorschrift 38; abgerufen 04.10.2026)
Auf Tonys Baustelle arbeiteten Bagger mit Abbruchschere und Abbruchzange. Stahlstützen werden gekappt, kontrolliert abgelegt und zerkleinert. Was groß und schwer aussieht, ist mit dem passenden Gerät schnell zerlegt. Genau deshalb muss jeder Schritt vorher feststehen.
Die wichtigsten Gefährdungen sind elektrischer Strom aus Leitungen und benachbarten Anlagenteilen, Gefahrstoffe in alten Anstrichen, Isolierungen und Ölen, fallende Bauteile und der Schwenkbereich der Bagger, die Standsicherheit teilweise zurückgebauter Konstruktionen sowie Staub und Lärm. Arbeiten in weniger als 5 m Abstand zu Hochspannungsleitungen gelten nach Anhang II der Baustellenverordnung als besonders gefährlich. (BaustellV; abgerufen 04.10.2026)
Bei Gefahrstoffen hilft seit Dezember 2024 eine klare Regel: Wer Arbeiten an baulichen oder technischen Anlagen veranlasst, muss dem ausführenden Unternehmen vorher alle vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen übergeben, einschließlich des Baujahrs (§ 5a GefStoffV). Für ein Umspannwerk heißt das: alte Unterlagen sichten, Anstriche und Isolierungen erkunden, bevor die erste Stütze fällt.
Sie sorgt dafür, dass die Planung auf der Fläche ankommt. Vor Beginn prüft sie mit Bauleitung und Abbruchunternehmen Abbruchanweisung und Gefährdungsbeurteilung und stimmt mit dem Anlagenbetreiber ab, welche Teile freigeschaltet sind. Für Arbeiten an oder neben elektrischen Anlagen gelten die fünf Sicherheitsregeln nach DIN VDE 0105-100. (BG ETEM; abgerufen 04.10.2026) Im Alltag heißt das:
Abbruch verzeiht keine Improvisation. Die Arbeit selbst geht schnell, die Sicherheit entsteht in der Vorbereitung: freigeschaltet, erkundet, abgesperrt, abgestimmt. Das gilt auch für scheinbar kleine Dinge. Das Foto oben zeigt den Größenvergleich in der Abbruchzange, aufgenommen erst, als die Zange abgebaut und drucklos am Boden lag. Nur so darf man darin stehen.
Und Ordnung ist selbst eine Schutzmaßnahme. Freie Wege, sortiertes Material und eine aufgeräumte Fläche senken das Risiko für alle, die dort arbeiten. Am Ende kommt der Moment, den Tony „die Schönheit nach dem Chaos“ nennt: wenn alles wieder ordentlich wird.
So unterstützt SAFETEE: Wir begleiten Rückbau und Neubau im Netzausbau mit erfahrenen HSE-Managern vor Ort, von der Abbruchanweisung bis zur letzten Begehung. Mehr zur Branche lesen Sie auf der Seite Netzausbau & Umspannwerke, zur Leistung unter HSE-Management im Projekt. Arbeiten mehrere Firmen auf der Fläche, übernehmen wir auch die Sicherheitskoordination nach Baustellenverordnung. Ihre Anfrage erreicht uns über die Kontaktseite. Du willst selbst auf solchen Baustellen arbeiten? Dann schau auf unsere Karriereseite.