Beobachten und Feedback geben
Kolleginnen und Kollegen beobachten kurz und angekündigt eine Tätigkeit anhand einer Checkliste kritischer Verhaltensweisen. Direkt danach folgt das Gespräch: Was lief sicher, was war riskant – und warum?
Behaviour Based Safety (BBS) ist verhaltensorientierte Arbeitssicherheit: Kolleginnen und Kollegen beobachten sicherheitsrelevantes Verhalten, geben wertschätzendes Feedback und beseitigen gemeinsam die Hürden, die sicheres Arbeiten erschweren. SAFETEE baut das Programm mit Ihnen auf – vom Management bis zur Schicht.
Behaviour Based Safety (BBS) – auch Behavior Based Safety oder verhaltensorientierte Arbeitssicherheit – ist ein systematischer Ansatz, bei dem geschulte Beobachter definierte sicherheitskritische Verhaltensweisen am Arbeitsplatz beobachten, unmittelbar Feedback geben und sicheres Verhalten anerkennen. Der Anteil sicher ausgeführter Tätigkeiten wird gemessen und dient als Frühindikator – lange bevor ein Unfall passiert. Konventionelle Sicherheitskonzepte setzen häufig auf Sanktionen; BBS setzt auf Beobachtung, Dialog und Anerkennung.
Kolleginnen und Kollegen beobachten kurz und angekündigt eine Tätigkeit anhand einer Checkliste kritischer Verhaltensweisen. Direkt danach folgt das Gespräch: Was lief sicher, was war riskant – und warum?
Sicheres Verhalten wird sichtbar gemacht und wertschätzend bestätigt. Riskantes Verhalten wird nicht bestraft, sondern verstanden: Fehlt Werkzeug, Zeit, eine klare Anweisung? Diese Hürden werden gemeinsam beseitigt.
Der Anteil sicher beobachteter Verhaltensweisen, die Beobachtungsquote und die Zahl beseitigter Hürden sind Ihre Frühindikatoren. Unfallzahlen bleiben Ergebnis, nicht Anreiz.
Eine funktionierende Sicherheitskultur beeinflusst das Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv. Unser eigens entwickeltes Safety-Culture-Modell macht diese Kultur greifbar und schafft Multiplikatoren, die sie im Betrieb vorantreiben und an neue Kolleginnen und Kollegen weitergeben.
Wir nehmen die aktuelle Unternehmenskultur in Bezug auf das Sicherheitsverständnis auf: Begehungen, Gespräche mit Führung und Belegschaft, Auswertung von Unfall- und Beinaheunfalldaten.
Wir fördern das Verständnis für Safety Culture mit unserem Modell und beziehen alle Ebenen ein: Das obere Management und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort werden gemeinsam geschult.
Wir schulen geeignete Kolleginnen und Kollegen als Safety-Culture-Multiplikatoren, damit diese neue Teammitglieder zur Arbeitssicherheit einarbeiten und das Programm nach der Einführung selbst tragen.
Aus Unfall- und Beinaheunfalldaten leiten wir die acht bis zwölf Verhaltensweisen ab, die in Ihrem Betrieb den Unterschied machen – als kurze, beobachtbare Checkliste.
Beobachten und Feedback geben ist erlernbar. Wir schulen Beobachter aus allen Ebenen – freiwillig und ohne Sanktionsrolle.
Kurz, konkret, wertschätzend: erst das Sichere benennen, dann das Riskante gemeinsam verstehen. Keine Namen in der Auswertung, kein Protokoll gegen Personen.
Jede riskante Beobachtung fragt nach dem Warum. Fehlende Hilfsmittel, Zeitdruck oder unklare Vorgaben landen als Maßnahme bei der Führung – sichtbar und terminiert.
Anteil sicherer Beobachtungen, Beobachtungsquote, Durchlaufzeit von Maßnahmen. Von Prämien für unfallfreie Tage raten wir ab: Sie erzeugen Schweigen, keine Sicherheit.
Führungskräfte beobachten mit, sprechen über Sicherheit vor Produktion und halten Zusagen ein. Ohne dieses Signal bleibt jedes Programm ein Formular.
Ein BBS-Programm entsteht nicht im Schulungsraum, sondern im Betrieb. Wir begleiten Sie von der Analyse bis zur Übergabe an Ihre Multiplikatoren – in der Regel über sechs bis zwölf Monate.
Begehungen, Interviews, Daten: Wo steht die Sicherheitskultur, welche Verhaltensweisen zählen?
Checkliste, Rollen, Feedbackregeln, Kennzahlen und Kommunikationsplan – mit Führung und Belegschaft abgestimmt.
Schulung der Beobachter und Führungskräfte, Kick-off im Betrieb, erste begleitete Beobachtungsrunden.
Coaching, Auswertung, Nachjustieren. Ihre Multiplikatoren übernehmen, wir bleiben auf Abruf.
BBS macht sicheres Verhalten sichtbar und gibt der Belegschaft eine Stimme für die Hürden im Alltag. Eine Meta-Analyse von 13 Studien fand nach BBS-Einführung deutlich weniger Verletzungen, bewertet die Studienqualität aber als schwach. Wir versprechen deshalb keine Prozentzahl, sondern messbare Frühindikatoren.
BBS ersetzt keine technische und organisatorische Sicherheit und ist kein Instrument der Schuldzuweisung. Verhalten folgt Kontext: Wer nur Verhalten korrigiert, aber Zeitdruck, Werkzeug und Vorgaben unverändert lässt, bekommt bessere Beobachtungszahlen und dieselben Unfälle. Deshalb verbinden wir BBS mit dem Systemblick aus HOP und Safety-II – mehr zu den Methoden.

Verhaltensorientierte Arbeitssicherheit im Tagebau: Beobachtungen, Feedback und Multiplikatoren unter rauen Bedingungen.
Behaviour Based Safety ergänzt unser Safety Consulting. Diese Bausteine greifen ineinander:
Safety-I, Safety-II, HOP und die Bradley-Kurve: Wo BBS hingehört und was die Modelle wirklich belegen.
Sicherheitskultur, Organisation und Führung – Beratung für Unternehmen, die über die Pflicht hinaus wollen.
Schulungen für Beobachter, Führungskräfte und Fremdfirmenkoordinatoren nach DGUV Vorschrift 1.
Behaviour Based Safety ist ein Ansatz der verhaltensorientierten Arbeitssicherheit. Geschulte Beobachter beobachten definierte sicherheitskritische Verhaltensweisen, geben direktes Feedback und erkennen sicheres Verhalten an. Der Anteil sicher ausgeführter Tätigkeiten wird gemessen und dient als Frühindikator für die Sicherheitskultur. Die wissenschaftlichen Wurzeln liegen in der angewandten Verhaltensanalyse; erste Studien stammen aus den 1970er-Jahren.
Keiner in der Sache. „Behaviour“ ist die britische, „Behavior“ die amerikanische Schreibweise; im deutschen Sprachraum – auch bei der DGUV – sind beide Schreibweisen sowie „verhaltensorientierte“ oder „verhaltensbasierte Arbeitssicherheit“ gebräuchlich. Gemeint ist immer dasselbe Prinzip: beobachten, Feedback geben, sicheres Verhalten stärken.
Diese Kritik trifft schlecht gemachte Programme. Sie beruhen oft auf der überholten Annahme, fast alle Unfälle seien auf „unsichere Handlungen“ zurückzuführen. Ein gut aufgesetztes BBS-Programm fragt bei jeder riskanten Beobachtung nach dem Warum – fehlende Mittel, Zeitdruck, unklare Vorgaben – und macht daraus Aufgaben für die Organisation. Beobachtungen sind anonym, Beobachter haben keine Sanktionsrolle. So verbinden wir BBS mit den Prinzipien von HOP: Der Kontext bestimmt das Verhalten.
Von der Analyse bis zur Übergabe an Ihre Multiplikatoren rechnen wir in der Regel mit sechs bis zwölf Monaten, abhängig von Betriebsgröße, Schichtmodell und Zahl der Standorte. Erste Beobachtungsrunden laufen meist nach acht bis zwölf Wochen.
Den Anteil sicher beobachteter Verhaltensweisen in Prozent, die Beobachtungsquote je Bereich, die Zahl gemeldeter und beseitigter Hürden und deren Durchlaufzeit. Diese Frühindikatoren zeigen Bewegung, bevor sich Unfallzahlen ändern. Unfallkennzahlen bleiben Ergebnisgrößen und werden nicht als Anreiz verwendet.
Nein – wir raten davon ab. Prämien für unfallfreie Tage setzen Anreize, Verletzungen nicht zu melden. Anerkennung im BBS bedeutet sichtbares, persönliches Feedback und die verlässliche Beseitigung gemeldeter Hürden, nicht Geld für Unfallfreiheit.
BBS ist ein Werkzeug, kein Weltbild. Es liefert Beobachtungen und Gespräche; HOP und Safety-II liefern den Blick auf Organisation und Arbeitsbedingungen. In unserer Praxis gehören beide zusammen. Reifegradmodelle wie die Bradley-Kurve helfen beim Gespräch über Kultur, sind aber empirisch nicht validiert – mehr dazu auf unserer Seite zu sicherheitstechnischen Methoden.
Für Betriebe mit wiederkehrenden, beobachtbaren Tätigkeiten und einer Führung, die Zeit und Aufmerksamkeit investieren will: Industrie, Energie, Bau, Rohstoffgewinnung, Logistik. Voraussetzung ist, dass technische und organisatorische Grundlagen stehen – BBS baut darauf auf, ersetzt sie aber nicht.
Betriebsgröße, Schichtmodell, Ausgangslage: Mit drei Angaben schätzen wir den Aufwand für Analyse und Einführung und melden uns innerhalb eines Werktags.
