Video-Loop
Behaviour Based Safety

Sicheres Verhalten sichtbar machen.Und dauerhaft stärken.

Behaviour Based Safety (BBS) ist verhaltensorientierte Arbeitssicherheit: Kolleginnen und Kollegen beobachten sicherheitsrelevantes Verhalten, geben wertschätzendes Feedback und beseitigen gemeinsam die Hürden, die sicheres Arbeiten erschweren. SAFETEE baut das Programm mit Ihnen auf – vom Management bis zur Schicht.

Beobachten · Feedback · Vereinbaren · MessenSAFETEE Safety-Culture-ModellBaustein von Safety Consulting
Scrollen
Ein Zyklus. Vier Schritte.BBS
Beispielverlauf: Der Anteil sicher beobachteter Verhaltensweisen steigt über drei Beobachtungsrunden.
01
Was Behaviour Based Safety ist

Verhalten beobachten.
Nicht Menschen bewerten.

Behaviour Based Safety (BBS) – auch Behavior Based Safety oder verhaltensorientierte Arbeitssicherheit – ist ein systematischer Ansatz, bei dem geschulte Beobachter definierte sicherheitskritische Verhaltensweisen am Arbeitsplatz beobachten, unmittelbar Feedback geben und sicheres Verhalten anerkennen. Der Anteil sicher ausgeführter Tätigkeiten wird gemessen und dient als Frühindikator – lange bevor ein Unfall passiert. Konventionelle Sicherheitskonzepte setzen häufig auf Sanktionen; BBS setzt auf Beobachtung, Dialog und Anerkennung.

Beobachten und Feedback geben

Kolleginnen und Kollegen beobachten kurz und angekündigt eine Tätigkeit anhand einer Checkliste kritischer Verhaltensweisen. Direkt danach folgt das Gespräch: Was lief sicher, was war riskant – und warum?

Anerkennen statt sanktionieren

Sicheres Verhalten wird sichtbar gemacht und wertschätzend bestätigt. Riskantes Verhalten wird nicht bestraft, sondern verstanden: Fehlt Werkzeug, Zeit, eine klare Anweisung? Diese Hürden werden gemeinsam beseitigt.

Messen und lernen

Der Anteil sicher beobachteter Verhaltensweisen, die Beobachtungsquote und die Zahl beseitigter Hürden sind Ihre Frühindikatoren. Unfallzahlen bleiben Ergebnis, nicht Anreiz.

02
Der SAFETEE-Ansatz

Sicherheitskultur wächst
von innen.

Eine funktionierende Sicherheitskultur beeinflusst das Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv. Unser eigens entwickeltes Safety-Culture-Modell macht diese Kultur greifbar und schafft Multiplikatoren, die sie im Betrieb vorantreiben und an neue Kolleginnen und Kollegen weitergeben.

01

Analyse der bestehenden Safety Culture

Wir nehmen die aktuelle Unternehmenskultur in Bezug auf das Sicherheitsverständnis auf: Begehungen, Gespräche mit Führung und Belegschaft, Auswertung von Unfall- und Beinaheunfalldaten.

  • Bestandsaufnahme vor Ort
  • Kritische Verhaltensweisen identifizieren
  • Reifegrad realistisch einordnen
02

Beratung und Mediation mit dem Safety-Culture-Modell

Wir fördern das Verständnis für Safety Culture mit unserem Modell und beziehen alle Ebenen ein: Das obere Management und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort werden gemeinsam geschult.

  • Führung und Schicht in einem Raum
  • Beobachtungs- und Feedbackregeln vereinbaren
  • Kennzahlen festlegen
03

Schulung von Multiplikatoren

Wir schulen geeignete Kolleginnen und Kollegen als Safety-Culture-Multiplikatoren, damit diese neue Teammitglieder zur Arbeitssicherheit einarbeiten und das Programm nach der Einführung selbst tragen.

  • Beobachter ausbilden
  • Coaching in den ersten Runden
  • Übergabe in den Regelbetrieb
Video-Loop
03
Was ein BBS-Programm braucht

Sechs Bausteine.
Ein Programm.

Kritische Verhaltensweisen

Aus Unfall- und Beinaheunfalldaten leiten wir die acht bis zwölf Verhaltensweisen ab, die in Ihrem Betrieb den Unterschied machen – als kurze, beobachtbare Checkliste.

Ausgebildete Beobachter

Beobachten und Feedback geben ist erlernbar. Wir schulen Beobachter aus allen Ebenen – freiwillig und ohne Sanktionsrolle.

Das Feedbackgespräch

Kurz, konkret, wertschätzend: erst das Sichere benennen, dann das Riskante gemeinsam verstehen. Keine Namen in der Auswertung, kein Protokoll gegen Personen.

Hürden beseitigen

Jede riskante Beobachtung fragt nach dem Warum. Fehlende Hilfsmittel, Zeitdruck oder unklare Vorgaben landen als Maßnahme bei der Führung – sichtbar und terminiert.

Kennzahlen mit Aussagekraft

Anteil sicherer Beobachtungen, Beobachtungsquote, Durchlaufzeit von Maßnahmen. Von Prämien für unfallfreie Tage raten wir ab: Sie erzeugen Schweigen, keine Sicherheit.

Sichtbare Führung

Führungskräfte beobachten mit, sprechen über Sicherheit vor Produktion und halten Zusagen ein. Ohne dieses Signal bleibt jedes Programm ein Formular.

Eine Beobachtungsrunde
Toolbox-TalkBeobachtungFeedbackgesprächHürde gemeldetMaßnahmeAuswertungToolbox-TalkBeobachtungFeedbackgesprächHürde gemeldetMaßnahmeAuswertung
04
Einführung

In vier Schritten
zum laufenden Programm.

Ein BBS-Programm entsteht nicht im Schulungsraum, sondern im Betrieb. Wir begleiten Sie von der Analyse bis zur Übergabe an Ihre Multiplikatoren – in der Regel über sechs bis zwölf Monate.

01

Analyse

Begehungen, Interviews, Daten: Wo steht die Sicherheitskultur, welche Verhaltensweisen zählen?

02

Design

Checkliste, Rollen, Feedbackregeln, Kennzahlen und Kommunikationsplan – mit Führung und Belegschaft abgestimmt.

03

Start

Schulung der Beobachter und Führungskräfte, Kick-off im Betrieb, erste begleitete Beobachtungsrunden.

04

Betrieb und Übergabe

Coaching, Auswertung, Nachjustieren. Ihre Multiplikatoren übernehmen, wir bleiben auf Abruf.

Was BBS leistet

BBS macht sicheres Verhalten sichtbar und gibt der Belegschaft eine Stimme für die Hürden im Alltag. Eine Meta-Analyse von 13 Studien fand nach BBS-Einführung deutlich weniger Verletzungen, bewertet die Studienqualität aber als schwach. Wir versprechen deshalb keine Prozentzahl, sondern messbare Frühindikatoren.

Wo BBS an Grenzen stößt

BBS ersetzt keine technische und organisatorische Sicherheit und ist kein Instrument der Schuldzuweisung. Verhalten folgt Kontext: Wer nur Verhalten korrigiert, aber Zeitdruck, Werkzeug und Vorgaben unverändert lässt, bekommt bessere Beobachtungszahlen und dieselben Unfälle. Deshalb verbinden wir BBS mit dem Systemblick aus HOP und Safety-II – mehr zu den Methoden.

Video-Loop
05
Im Film und im Projekt

So sieht BBS
bei SAFETEE aus.

SAFETEE – Verhaltensorientierte Sicherheit (BBS-Film)
SAFETEE – Verhaltensorientierte Sicherheit: der BBS-Film. Beim Abspielen wird ein Video von YouTube geladen · auch auf YouTube
Rohstoffgewinnung

Behaviour Based Safety im Steinbruch

Verhaltensorientierte Arbeitssicherheit im Tagebau: Beobachtungen, Feedback und Multiplikatoren unter rauen Bedingungen.

Zum Projekt
Alle Projekte
06
Häufige Fragen

Was Unternehmen
vor dem Start wissen wollen.

Was ist Behaviour Based Safety (BBS)?

Behaviour Based Safety ist ein Ansatz der verhaltensorientierten Arbeitssicherheit. Geschulte Beobachter beobachten definierte sicherheitskritische Verhaltensweisen, geben direktes Feedback und erkennen sicheres Verhalten an. Der Anteil sicher ausgeführter Tätigkeiten wird gemessen und dient als Frühindikator für die Sicherheitskultur. Die wissenschaftlichen Wurzeln liegen in der angewandten Verhaltensanalyse; erste Studien stammen aus den 1970er-Jahren.

Behaviour Based Safety, Behavior Based Safety oder verhaltensorientierte Arbeitssicherheit – was ist der Unterschied?

Keiner in der Sache. „Behaviour“ ist die britische, „Behavior“ die amerikanische Schreibweise; im deutschen Sprachraum – auch bei der DGUV – sind beide Schreibweisen sowie „verhaltensorientierte“ oder „verhaltensbasierte Arbeitssicherheit“ gebräuchlich. Gemeint ist immer dasselbe Prinzip: beobachten, Feedback geben, sicheres Verhalten stärken.

Sucht BBS nicht nur die Schuld beim Mitarbeiter?

Diese Kritik trifft schlecht gemachte Programme. Sie beruhen oft auf der überholten Annahme, fast alle Unfälle seien auf „unsichere Handlungen“ zurückzuführen. Ein gut aufgesetztes BBS-Programm fragt bei jeder riskanten Beobachtung nach dem Warum – fehlende Mittel, Zeitdruck, unklare Vorgaben – und macht daraus Aufgaben für die Organisation. Beobachtungen sind anonym, Beobachter haben keine Sanktionsrolle. So verbinden wir BBS mit den Prinzipien von HOP: Der Kontext bestimmt das Verhalten.

Wie lange dauert die Einführung eines BBS-Programms?

Von der Analyse bis zur Übergabe an Ihre Multiplikatoren rechnen wir in der Regel mit sechs bis zwölf Monaten, abhängig von Betriebsgröße, Schichtmodell und Zahl der Standorte. Erste Beobachtungsrunden laufen meist nach acht bis zwölf Wochen.

Welche Kennzahlen liefert Behaviour Based Safety?

Den Anteil sicher beobachteter Verhaltensweisen in Prozent, die Beobachtungsquote je Bereich, die Zahl gemeldeter und beseitigter Hürden und deren Durchlaufzeit. Diese Frühindikatoren zeigen Bewegung, bevor sich Unfallzahlen ändern. Unfallkennzahlen bleiben Ergebnisgrößen und werden nicht als Anreiz verwendet.

Braucht ein BBS-Programm Prämien oder Anreizsysteme?

Nein – wir raten davon ab. Prämien für unfallfreie Tage setzen Anreize, Verletzungen nicht zu melden. Anerkennung im BBS bedeutet sichtbares, persönliches Feedback und die verlässliche Beseitigung gemeldeter Hürden, nicht Geld für Unfallfreiheit.

Passt BBS zu HOP, Safety-II und der Bradley-Kurve?

BBS ist ein Werkzeug, kein Weltbild. Es liefert Beobachtungen und Gespräche; HOP und Safety-II liefern den Blick auf Organisation und Arbeitsbedingungen. In unserer Praxis gehören beide zusammen. Reifegradmodelle wie die Bradley-Kurve helfen beim Gespräch über Kultur, sind aber empirisch nicht validiert – mehr dazu auf unserer Seite zu sicherheitstechnischen Methoden.

Für welche Betriebe eignet sich Behaviour Based Safety?

Für Betriebe mit wiederkehrenden, beobachtbaren Tätigkeiten und einer Führung, die Zeit und Aufmerksamkeit investieren will: Industrie, Energie, Bau, Rohstoffgewinnung, Logistik. Voraussetzung ist, dass technische und organisatorische Grundlagen stehen – BBS baut darauf auf, ersetzt sie aber nicht.

07
Ihre Sicherheitskultur, unser Programm

Sprechen wir über sicheres Verhalten in Ihrem Betrieb.

Betriebsgröße, Schichtmodell, Ausgangslage: Mit drei Angaben schätzen wir den Aufwand für Analyse und Einführung und melden uns innerhalb eines Werktags.