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Die LMRA (Last Minute Risk Assessment oder Analysis) ist eine kurze Risikoprüfung, die das ausführende Team direkt vor Arbeitsbeginn am Arbeitsplatz macht. Sie prüft, ob die Lage vor Ort zur Planung passt, und ergänzt die Gefährdungsbeurteilung, ohne sie zu ersetzen. SAFETEE bietet dafür die digitale SAFETEE LMRA: Foto machen, KI-gestützte Auswertung, fertig.


Eine LMRA ist eine kurze, strukturierte Prüfung unmittelbar vor Beginn der Arbeiten, durchgeführt von den Beschäftigten, die die Arbeit ausführen. Sie klärt in wenigen Minuten, ob Arbeitsplatz, Arbeitsmittel, Freigaben und Umgebung so sind, wie sie geplant wurden, und ob neue Gefährdungen dazugekommen sind. Im SCC-Regelwerk für Kontraktoren ist die LMRA seit der Version 2011 verankert. (Stand 29.09.2026)
Der Grundgedanke ist einfach: Die beste Planung trifft auf eine Baustelle, die sich ständig ändert. Ein Gerüst wurde umgebaut, eine Nachbarfirma arbeitet plötzlich über dem Arbeitsbereich, der Wind hat aufgefrischt. Die LMRA ist der Moment, in dem das Team kurz innehält, bevor es losgeht.
Die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG ist die gesetzlich vorgeschriebene, systematische Analyse aller Gefährdungen einer Tätigkeit, erstellt vorab und dokumentiert. Die LMRA prüft kurz vor Arbeitsbeginn, ob die Bedingungen vor Ort dazu passen. Sie ergänzt die Gefährdungsbeurteilung, sie ersetzt sie nicht. Zeigt die LMRA etwas Neues, wird die Gefährdungsbeurteilung angepasst. (ArbSchG; Stand 29.09.2026)
Man kann es so zusammenfassen: Die Gefährdungsbeurteilung beantwortet, wie eine Arbeit sicher geplant ist. Die LMRA beantwortet, ob diese Planung heute an genau dieser Stelle funktioniert.
Gängige LMRA-Karten umfassen rund zehn Fragen. Typisch sind: Kenne ich die Arbeit und die Arbeitsanweisung? Liegt die Freigabe vor? Sind Arbeitsplatz und Zugang in Ordnung? Kenne ich Notausgänge und Rettungsweg? Gefährden andere Arbeiten mich oder ich andere? Sind Werkzeuge und Arbeitsmittel in Ordnung? Gibt es Gefahrstoffe? Habe ich die richtige Schutzausrüstung? Fühle ich mich sicher? (Stand 29.09.2026)
Checkliste: LMRA vor Arbeitsbeginn
Die LMRA machen die Beschäftigten, die die Arbeit ausführen, bei Teams gemeinsam. Sie findet unmittelbar vor Beginn statt und wird wiederholt, wenn sich die Lage wesentlich ändert: nach Pausen mit Ortswechsel, bei neuen Firmen im Umfeld, bei Wetterumschwung oder geänderter Aufgabe. Führungskräfte sorgen dafür, dass Zeit dafür da ist und Ergebnisse ernst genommen werden. (Stand 29.09.2026)
Der wichtigste Satz einer LMRA ist die Erlaubnis zu stoppen. Eine LMRA ohne echte Stop-Möglichkeit wird zum Ritual. Wer „nein“ ankreuzt, muss erleben, dass die Arbeit wartet, bis das Problem gelöst ist, und dass er dafür Anerkennung bekommt.
Klassisch mit einer Karte im Taschenformat, die unterschrieben und abgegeben wird. Digitale Lösungen erfassen die LMRA per Smartphone, mit Foto, Zeitstempel und Auswertung für die Bauleitung. Wichtig ist nicht das Medium, sondern dass Ergebnisse gesehen und Abweichungen bearbeitet werden. Sonst füllt das Team die Karte aus, ohne dass sich etwas ändert. (Stand 29.09.2026)
Die häufigsten Fehler aus unserer Praxis: Die Karte wird morgens für den ganzen Tag ausgefüllt, auch wenn sich der Arbeitsort ändert. Es wird abgehakt statt hingeschaut. Ergebnisse landen in einer Kiste, die niemand öffnet. Und ein „Nein“ führt zu Ärger statt zu einer Lösung. Jeder dieser Fehler macht aus einem guten Werkzeug Papierarbeit. (Praxis SAFETEE; Stand 29.09.2026)
Eine LMRA wirkt nur, wenn sie zur Arbeit passt und ernst genommen wird. Bewährt hat sich ein schrittweises Vorgehen: Fragen auf die eigenen Tätigkeiten zuschneiden, Führungskräfte zuerst schulen, mit einer Pilotbaustelle beginnen, Ergebnisse wöchentlich auswerten und sichtbar machen, was aus gemeldeten Problemen geworden ist. Erst dann auf weitere Baustellen ausrollen. (Praxis SAFETEE; Stand 29.09.2026)
Wichtig ist auch, Fremdfirmen einzubeziehen. Auf gemischten Baustellen sollten alle Teams mit derselben Karte oder App arbeiten und ihre Ergebnisse an dieselbe Stelle geben. Nur so entsteht ein vollständiges Bild der Lage vor Ort. Die Einführung lässt sich gut mit der Einweisung der Fremdfirmen verbinden.
Mit der SAFETEE LMRA haben wir die LMRA digital gemacht: Baustellenfoto aufnehmen, die KI wertet es aus und schätzt die Gefährdungen ein, das Team bestätigt oder ergänzt, fertig. Die Ergebnisse fließen in ein Dashboard für Bauleitung und HSE. Die LMRA ist Teil der SAFETEE Suite. Für Einführung und Schulung auf Ihren Baustellen erreichen Sie uns über die Kontaktseite.
Nicht ausdrücklich. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG. Die LMRA ist eine anerkannte Methode, um vor Ort zu prüfen, ob die Maßnahmen passen. Viele Auftraggeber und das SCC-Regelwerk fordern sie für Kontraktoren. In Verträgen mit Industrie- und Energiekunden ist sie deshalb häufig Pflicht.
Wenige Minuten. Sie soll kurz genug sein, um vor jeder Arbeit wirklich gemacht zu werden, und gründlich genug, um Veränderungen zu erkennen. Mit der digitalen SAFETEE LMRA reichen für die Erfassung wenige Minuten. Länger wird es nur, wenn die LMRA ein Problem zeigt, und genau dann lohnt sich die Zeit.
Der Toolbox Talk ist eine kurze Unterweisung oder Besprechung im Team, meist zu Schichtbeginn, zu einem Sicherheitsthema oder den Tagesarbeiten. Die LMRA ist die Prüfung direkt am Arbeitsplatz vor Beginn einer konkreten Arbeit. Beide ergänzen sich: Der Toolbox Talk bereitet vor, die LMRA prüft vor Ort.
Dann wird die Arbeit nicht begonnen. Das Team informiert die verantwortliche Person, das Problem wird gelöst, und erst danach geht es los. Führungskräfte sollten ein solches Nein ausdrücklich anerkennen. Nur so bleibt die LMRA ein ehrliches Werkzeug statt einer Unterschrift auf Papier.
Nein. Die SAFETEE LMRA unterstützt die kurze Prüfung vor Arbeitsbeginn mit KI-gestützter Bildauswertung. Die Gefährdungsbeurteilung nach Arbeitsschutzgesetz bleibt Pflicht des Arbeitgebers. Ergebnisse aus der LMRA liefern aber wertvolle Hinweise, wo die Gefährdungsbeurteilung angepasst werden sollte. So schließt sich der Kreis zwischen Planung und Baustelle.
Ja. Auf unserer Seite zur SAFETEE LMRA finden Sie ein Erklärvideo und einen Link zur Demo. Für den Einsatz auf Ihren Baustellen mit eigenem Dashboard und Zugang für Ihr Team sprechen Sie uns an, wir richten die Lösung passend zu Ihrer Organisation ein.
Eine gesetzliche Form gibt es nicht. Viele Auftraggeber verlangen aber eine Dokumentation, und sie ist sinnvoll: Nur dokumentierte Ergebnisse lassen sich auswerten und zeigen, wo Planung und Wirklichkeit auseinanderlaufen. Ob Karte oder App ist zweitrangig. Wichtig ist, dass jemand die Ergebnisse regelmäßig ansieht und reagiert.
Ja, auf gemischten Baustellen sollten alle Teams eine LMRA machen, auch die von Fremdfirmen. Am besten nutzen alle dieselbe Karte oder App, damit die Ergebnisse vergleichbar sind und an einer Stelle zusammenlaufen. Die Pflicht dazu wird idealerweise im Vertrag und in der Einweisung festgehalten.